Schulung

Auf Anfrage von Krankenhäusern halte ich Präsentationen und gebe Schulungen für medizinisches Fachpersonal sowie Interessenten. Meine persönliche Erfahrung als Mutter eines viel zu früh geborenen Kindes und meine jahrelange Erfahrung auf der Abteilung für Neonatologie und pädiatrische Intensivmedizin dienen dabei als Leitfaden. Teilnehmer erhalten immer die Gelegenheit, eigene Erfahrungen zu teilen und Beispiele anzuführen.

Kleine Details machen den Unterschied

Welche Bedeutung hat die Frühgeburt eines Kindes für Eltern, und wie sehen die Bedürfnisse des Kindes und der Eltern aus? Dies ist eine Frage, mit der sich medizinische Fachkräfte für gewöhnlich nicht tagtäglich auseinandersetzen. Uns ist oftmals nicht bewusst, welche Folgen unser Verhalten und unsere Worte auf den Gemütszustand der Eltern haben können. Anscheinend machen bereits kleine Details einen großen Unterschied in der Wahrnehmung der Eltern. Dies veranschauliche ich in meiner Präsentation anhand deutlicher Praxisbeispiele.

Entwicklungsfördernde und familienorientierte Pflege

Ich bin fest davon überzeugt, dass die meisten Eltern in der Lage und willens sind, für ihre kranken oder zu frühgeborenen Kinder selbst zu sorgen. Ich bin eine große Befürworterin der entwicklungsfördernden und familienorientierten Pflege: Die individuellen Bedürfnisse des Kindes und der Eltern stehen dabei im Vordergrund. Diese Versorgung bezweckt die Verringerung von Stress und Erhöhung des Wohlbefindens. Die Eltern-Kind-Beziehung wird gefördert und unterstützt.

Intensive Elternschaft

Eine extreme Frühgeburt, ein kranker Säugling oder ein langer Aufenthalt auf der Intensivstation haben auf die Eltern nicht zu unterschätzende Auswirkungen. Häufig ist die Rede von totaler Erschütterung, schlaflosen Nächten, Trauer, Unsicherheit und Angst, die für die Außenwelt oft unsichtbar bleiben. Hierdurch werden die Eltern verwundbar. In meinen Schulungen erläutere ich Ihnen, wie Sie den Eltern und dem Kind mit Wort und Tat Unterstützung bieten können; und wie Sie den Eltern Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten und das Gefühl vermitteln können, die Versorgung ihres Kindes wieder in der Hand zu haben.

Erfahrungen

"Wie können Eltern und Verwandte mehr zur Versorgung des Kindes angeregt und begleitet werden?“ Mit diesem Thema setzt sich dieses Jahr die Pädiatrie-Abteilung des Krankenhauses Nij Smellinghe, auseinander. Aufgrund ihrer Erfahrung als Mutter, aber auch als medizinische Fachkraft (NICU-Krankenschwester) hat Anne-Marie an einem Teamabend über die Aufnahme ihres viel zu früh geborenen Kindes erzählt. Anne-Marie hat dies auf authentische Weise übermittelt, wobei sich ihre Geschichte in dieses Thema einfügte. Sie erzählte als Mutter ihre Geschichte und wusste diese gut als NICU-Krankenschwester in die Praxis umzusetzen. Anne-Marie lieferte diesen Abend einen wichtigen Beitrag in den verschiedenen Gruppen, die über dieses Thema diskutierten. Vielen wurden faktisch die Augen geöffnet. Das Feedback seitens des Teams war positiv, man empfand diesen Abend als eine Bereicherung!“”

  • Marinka van Beukering
    Leiterin der Pädiatrie, Abteilung für Akut- und Allgemeinversorgung
"Anne-Marie Louwerse trug vor uns als Forschergruppe von Child Health am 17. März 2016 eine Geschichte über ihre Erfahrungen mit Benjamin vor. Als Forscher in der Pädiatrie konzentrieren wir uns auf für den Patienten wirklich wichtige Fragen. Anne-Marie gewährte uns einen Einblick und ließ uns an allen spannenden Momenten, die mit der Frühgeburt ihres Sohnes einhergingen, teilhaben. Ihr Einsatz und ihr Engagement für das Wohlergehen ihrer Kinder waren gut zu fühlen, und die Gruppe begeisterte sich unwahrscheinlich in ihrem Bestreben, die Versorgung zu verbessern. Eine sehr ausgewogene Geschichte mit einem persönlichen und emotionalen Unterton. Ein toller Mindset für den Tagesbeginn. Wirklich weiterzuempfehlen!”

  • Kors van der Ent
    Kinderlungenarzt, Vorsitzender des Child Health Programms des Universitätsklinikums UMC Utrecht

Sind Sie interessiert? Dann nehmen Sie Kontakt auf.